Abblende
Langsames Schliessen der Blende, wodurch das Bild langsam bis zum Schwarz abdunkelt. Geeignet für Szenen- und Film- ende. Gegenstück ist die Aufblende. Optische Auf- bzw. Abblende wird mit Hilfe der Objektivblende erzielt, elektronische Auf- oder Abblende erfolgt durch Steuern des Bildsignales gegen Null (Abblende) bzw. bis zum Sollwert (Aufblende).
Abspann
Auch Nachspann, ist eine Folge von Schrifttiteln, evtl. kombiniert bzw. unterlegt mit Bildern, die am Ende eines Films gezeigt wird und in der die Mitwirkenden der Produktion aufgeführt sind, wenn dies nicht schon im Vorspann geschehen ist.
Abtastung
4:2:2 Abtastung: Die beiden Farbsignale (Chrominanz werden in jeder Zeile nur halb so häufig abgetastet wie das Schwarzweisssignal (Luminanz) 4:2:0 Abtastung: Die beiden Farbsignale (Chrominanz) werden in jeder zweiten Zeile gar nicht abgetastet ("0"). In den anderen Zeilen geschieht das Abtasten nur halb so häufig ("2") wie das des Schwarzweisssignals ("4").
Achssprung
Aufnahmefehler, bei dem die Kamera über die optische Achse bewegt wird. Dadurch scheinen bewegte Motive dann plötzlich in die andere Richtung zu fahren, Menschen auf der anderen Seite zu sitzen usw.
Alpha Kanal
Alpha steht für einen Zwischenschritt in der Prozedur der Durchsichtigkeitsdefinition eines Bildes. Der Alpha-Wert steht dabei für den Grad der Transparenz: 0% bedeutet, dass nichts von dem betreffenden Bild sichtbar bleibt, 50% würde eine exakte Mischung aus dem Bild und dem Hintergrund bewirken, und 100% würde das Bild voll deckend abbilden. Alpha-Werte können sich auf das gesamte Bild beziehen, aber auch für jeden Bildpunkt (Pixel) einzeln definiert sein. So können Bilder einer Animation den Hintergrund durchscheinend definieren, um die Objekte der Animation auf einer Videosequenz aufliegen zu lassen.
Antialiasing
Diese Prozedur nennt man auch Kantenglättung. Sie bewirkt eine graduelle Anpassung der Farben eines Bildes, um pixelartige Treppchen zu vermeiden. Eine schräge Linie erscheint so nicht wie eine Treppe, sondern wie eine leicht unscharfe, aber gerade Linie. Bei Videobildern ist dies sehr wichtig, denn die Grundauflösung von Video ist sehr gering.
Assemble-Schnitt
Siehe auch: Harter Schnitt. Aufeinanderfolgende Anreihung einzelner Einstellungen (assemble = zusammensetzen). Mit einem AssembleSchnitt wird eine Einstellung an bereits vorhandene angehängt, ein vorauslaufender Löschkopf löscht dabei zunächst die alten Informationen. Deshalb kommt es zu Störstreifen, wenn ein Assemble mitten im Film angewandt wird. Für zwischenschnitte ist der lnsertschnitt besser geeignet.
Atmosphäre
Ist das permanente Eigengeräusch des Drehortes (Verkehrslärm in der Stadt, Vogelgezwitscher auf einer Wiese usw.).
Atmosphärensprung
Ist ein Fehler und tritt auf, wenn der Szeneninhalt der gleiche bleibt, aber der Ton wechselt.
Audio-Dubbing
Nachvertonungsmöglichkeit am Rekorder. Der Ton kann neu aufgespielt werden, die Bildinformation wird dabei nicht gelöscht.
Aufblende
Gegenstück zur Abblende, wobei sich hier die Blende langsam öffnet, das Bild erscheint aus dem Schwarz. Geeignet für Szenen- oder Filmanfang.
Auflösung
Wird in MHz und Pixel angegeben. Je höher die Auflösung ist, desto schärfer werden feine Strukturen wiedergegeben.
Ausgefressen
Bilder, die in den hellen Teilen jegliche Zeichnung verloren haben.
Autofokus
Automatische Scharfeinstellung.
AVI
"Audio/Video Interleaved" (Bild/Ton verschachtelt) Dateiformat von Video für Windows. Aufgrund von Beschränkungen des Formats kann eine Videodatei nicht grösser als 2 GB sein. Dieses Limit kann heutzutage umgangen werden, indem spezielle Software wie FastCap mehrere Dateien lückenlos hintereinander abspielt.
Betacam
Professionelles Videosystem u.a. für Aussenreportagen, verwendet 1/2-Zoll-Format.
Bewegungsraum
Lässt der Kameramann vor einem bewegten Motiv, damit das Motiv nicht jeden Augenblick gegen den Bildrand zu stossen scheint.
Bildsprung
Entsteht, wenn dasselbe Motiv unmittelbar nacheinander aus verschiedenen Kamerapositionen aufgenommen wird, denn das Motiv scheint dabei von einem Bildort zu einem anderen zu hüpfen. Abhilfe bringt ein Zwischenschnitt.
Bildwinkel
Kann beim Zoomobjektiv kontinuierlich verstellt werden. In Weitwinkelstellung werden meist nur zwischen 40° und 50° Bildwinkel erreicht. Damit haben diese Camkorder keine echte Weitwinkeleinstellung. In Telestellung verringert sich der Bildwinkel auf 10° und weniger.
Black Burst
Ein "leeres" Videosignal, welches aber alle nötigen Synchronisationssignale enthält. Ein Video Capture Board benötigt ein einwandfreies Videosignal, bevor eine Digitalisierung gestartet werden kann.
Blende
Lamellenkonstruktion, mit der sich die Objektivöffnung automatisch oder manuell vergrössern bzw. verkleinern lässt, um den Lichteinfall und damit die Belichtung zu regeln. Die Schärfentiefe ist umso grösser, je kleiner diese Öffnung ist.
Blende
Einige Camkorder erlauben es, die Blendenautomatik abzuschalten und die Blende manuell einzustellen. Einfachere Ausführungen ermöglichen ein mehr oder weniger kontrolliertes Regeln der Bildhelligkeit mit einer Taste, die "Iris" oder ähnlich benannt ist. Bei komfortablen Geräten kann der Blendenwert (1,4 2,0 2,8 usw.) genau angewählt werden. Feinsteuerungen der Bildhelligkeit und der Schärfentiefe werden so möglich.
Blendenautomatik
Alle Camcorder besitzen eine Blendenautomatik. Die Blende wird selbsttätig eingestellt, um die richtige Belichtung zu gewährleisten.
BlueBox
(Blaue Schachtel) ist ein elektronischer Trick. Mit einem speziellen Trickgerät kann eine einfarbige (meist blaue) Fläche gegen ein anderes, beliebiges Motiv ersetzt werden. So ist es beispielsweise möglich, hinter dem Nachrichtensprecher im Fernsehen auf einer blauen Tafel die aktuellen Fotos und Nachrichten einzublenden oder eine Person im Studio in eine Südseelandschaft zu versetzen. Die Blue-Box-Technik ist mittlerweile auch in hochwertigen Videomischpulten für Amateure zugänglich.
BNC
Steckverbinder mit Bajonett für FBAS-Videosignale.
Brennweite
Bezeichnet den Abstand des optischen Objektivmittelpunkts zum Brennpunkt, in dem sich der Bildwandler findet. Mit der Brennweite ändert sich auch der Bildwinkel - kurze Brennweiten ergeben grosse Bildwinkel (Weitwinkel), lange Brennweiten kleine Bildwinkel (Tele).
Busmaster
Busmaster-fähige PCI-Karten wie die AV Master können Daten selbständig ohne CPU-Hilfe lesen oder schreiben. Das ermöglicht höheren Datendurchsatz. So schickt eine moderne Videoschnittkarte die Videodaten gleichzeitig an den Festplattenkontroller wie an die Grafikkarte zur Inlay-Darstellung.
Camcorder
Aufnahmeeinheit aus Kamera und Rekorder, integriert in einem Gehäuse. Camcorder zeichnen sich durch Handlichkeit und geringes Gewicht aus.
CCD-Chip
Charge Cuppled Device. Lichtempfindlicher Chip als Bildaufnahmesensor in modernen Videocameras. Bei hochwertigen Camcordern je einer fuer die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau. Lichtempfindlicher, billiger und robuster als die früher verwendeten Röhren.
CCIR-601
Internationale Norm (jetzt ITU-R 601) zur Digitalisierung von Videosignalen (4:2:2 Quantisierung mit 8 oder 10 Bit Tiefe von 720 Luminanz-Samples pro Bildzeile), auch als D1 bezeichnet. Die Pixel sind in dieser Norm nicht exakt rechteckig; bei Darstellung auf dem Computermonitor erscheinen die Bilder deshalb leicht verzerrt.
Cinch
Steckverbinder für Audio- oder Videosignale.
Clipping
Übersteuerung von Audiosignalen. Dies tritt auf, wenn die Lautstärkepegel den zulässigen Bereich überschreiten. Dies führt zu einem Abschneiden (Clipping) des Signals, was zu einer hörbaren Störung ausarten kann.
Close Up
Nah dran. Ausdruck für Nahaufnahmen.
Codec
Kurzform aus Compression (Kompression, Verdichtung) und Decompression (Dekompression, Wiederaufblasen). Kann für einen Software-Algorythmus oder einen Hardware-Chipsatz verwendet werden.
Color Keying, Blue Boxing
Die Überlagerung zweier Videosignale, die durch Definition eines durchsichtigen Farbbereiches den Vordergrund und den Hintergrund definiert. Beispiel: Im Vordergrund läuft ein Mann vor einer blauen Wand. Im Hintergrund zeigt das Bild eine Wüstenlandschaft. Blau wird als durchsichtig definiert. Der Mann läuft jetzt in der Wüstenlandschaft. Diese Technik ist die Grundlage vieler Spezialeffekte in Film und Fernsehen.
Chroma
Abkürzung für Chrominanz (Farbe).
Chroma (C)
Farbsignal, das bei S-VHS und Hi8 getrennt übertragen wird.
Chrominanz
Farbe, Farbsignal.
Compositing
Zusammenfügen, die Verbindung von mehreren Bildern. Begriff für die komplexe Bearbeitung von Bild-/Filmmaterial, die über reine Schnittfunktionen hinausgeht.
Crawl
Titel, der als Textband seitlich durchs Bild läuft.
CTL-Impuls
Steuersignal zur korrekten Abtastung der Bildspuren bei der Wiedergabe. Schnittsteuerungen benutzen es zum Auffinden bestimmter Bandstellen.
CVBS
Englische Bezeichnung für FBAS, ausgeschrieben "Composite Video Burst Sync".
Datenrate
Die Datenmenge, die innerhalb einer bestimmten Zeit übertragen wird, z.B. 3 MB/Sekunde. Wichtige Grösse bei der Auswahl von Festplatten für den nonlinearen Videoschnitt als auch für die erzielbare Bildqualität. Um ruckelnde Wiedergabe zu vermeiden, muss eine Datenrate gewählt werden, die die Festplatte garantiert kontinuierlich liefern kann. Begrenzungen einer einzelnen Platte können mittels RAID umgangen werden.
Dezibel (dB)
Logarithmisches Mass für die Verstärkung bzw. Absenkung von Video- und Audiosignalen. Ein Abfall 6 dB entspricht einer Halbierung der ursprünglichen Signalstärke.
Digitalisieren
Die Konvertierung von analogen Signalen in digitale Signale. Dies kann sich auf Video und Audio beziehen. Die seh- und hörbaren Signale werden in computerverständliche Bits und Bytes verwandelt.
Dolly
Rollwagen, auf dem das Kamerastativ befestigt wird. Ermöglicht ruckfreie, weiche Kamerafahrten allerdings nur auf ebenem Grund. Im professionellen Bereich bietet das Dolly auch Platz für Kameramann/Assistent und wird oft auf eigens verlegten Schienen eingesetzt.
Dramaturgie
(griech. = Drama = Schauspiel). Meint den Aufbau des Videos in Bezug auf Handlung und zeitlichen Ablauf. Bei einer guten Dramaturgie korrespondieren Handlungsstrang, Bildkomposition und Ton.
Drehbuch
Im Drehbuch werden die einzelnen hör- und sichtbaren Inhalte der Einstellungen minutiös festgelegt. In der linken Spalte wird das Bild möglichst genau beschrieben, rechts der Ton.
Drehplan
Grafische Darstellung einer Filmproduktion mit Aufnahmeort, Motiven, Darstellern, Drehtagen, Tag- oder Nachtaufnahmen usw.
Drop out
Ein Fehler in der Beschichtung des Videobandes, der im Bild als Blitz oder Schnee erscheint.
DV
"Digital Video", ein neuer Standard für digitale Videokassettenrecorder und Camcorder. Die Videodaten werden für die Aufzeichnung mit einem Verfahren, das dem Motion JPEG ähnelt, auf ein Fünftel komprimiert. Als Verbindung zwischen Recordern bzw. Camcorder/PC dient ein schneller serieller Bus ("FireWire", IEEE-1394, i-Link) die Schnittstelle, die im Festplattenbereich als Nachfahre von SCSI gehandelt wird. Mini-DV verwndet besonders kompakte Kassetten. Eine billigere Variante stammt von Sony, heisst "Digital-8" und ist zu HI8-Kassetten abwärtskompatibel.
EIDE
Norm zum internen Anschluss von Festplatten aus dem PC-Bereich. Mittlerweile leistungsfähig genug auch für nonlinearen Videoschnitt und deutlich billiger als SCSI.
Ein-, Ausblenden
Kontinuierliches Anheben oder Absenken eines Signals wie Bildhelligkeit oder Lautstärke des Tons.
Einblendungen
Teilweise Überlagerung des Bildes durch zusätzliche Gestaltungselemente. Beispielsweise Texteinblendungen in das laufende Bild (Datum, Uhrzeit, Titel).
Einstellung
Der kürzeste Abschnitt einer Szene. Eine Einstellung beginnt mit dem Einschalten der Aufzeichnung und endet mit ihr, d. h. eine Einstellung wird durch den Schnitt begrenzt. Eine Szene setzt sich aus mehreren Einstellungen zusammen.
Einstellungsgrösse
Ist der gewählte Bildausschnitt: 3 x Totale; 3 x Halbtotale; 3 x Nahaufnahme usw.
Enhancer
(Bildverbesserer) dient der Verstärkung und Aufbereitung elektronischer Signale.
FBAS
Composite Videosignal, welches Farb- und Helligkeitsanteile sowie Synchronimpulse über eine gemeinsame Signalleitung führt. Siehe auch CVBS und Y/C.
Fader
(to fade = verblassen). Manueller oder automatischer Regler, mit dem sich Audio- und Videosignale ein- und ausblenden lassen.
Fahraufnahme
Kamerabewegung vor, rück- bzw. seitwärts, wobei die Kamera einem bewegten Motiv folgt bzw. sich davon entfernt. "Unechte" Kamerafahrten lassen sich mit dem Zoom-Objektiv simulieren, echte Kamerafahrten bedingen eine Bewegung der Kamera.
Farbsättigung
Die Stärke einer Farbe, definiert durch die Ausprägung des Farbträgersignals. Feuerrot hat eine hohe Sättigung, Pink eine niedrige. Hohe Farbsättigungen werden von älteren Videosystemen (VHS, Video8) schlecht dargestellt.
Farbtemperatur
Masseinheit Kelvin (K). Sie gibt die farbliche Zusammensetzung des Lichtes an. Je niedriger der K-Wert ist, desto roter ist das Licht. Kerzenlicht etwa hat eine Farbtemperatur von rund 2800 K. Mit wachsendem K-Wert wird das Licht blauer. Tageslicht hat Farbtemperaturen zwischen 3000 K (Abendrot), über 5000 K (Mittagslicht) bis hin zu 10000 K (klarer, blauer Himmel).
FBAS-Signal
Videosignal mit kompletter Farb- (F), Helligkeits- (B), Austast- (A) und Synchroninformation (S). Liegt am AV-Anschluss eines Fernsehers bzw. Rekorders vor. VHS und Video8 arbeiten damit.
Fernsehnormen
Das Signalkodierungsverfahren der TV-Geräte ist weltweit nicht einheitlich genormt. PAL, SECAM und NTSC sind die wichtigsten Normen. Bei uns ist PAL 625/50 gebräuchlich. Das Bild wird nacheinander in 625 Zeilen aufgebaut. Farbe, Ton und Helligkeit werden in einem Signalpaket gesendet.
Die Videokamera muss an die Fernsehnorm angepasst sein. D2-MAC 625 ist ein verbessertes Verfahren bei dem Farbe, Ton und Helligkeit getrennt übertragen werden - die Qualität ist besser als bei PAL. Es ist zur PAL-Norm kompatibel. HD-MAC 1250 ist ein völlig neues Verfahren, zu dem neue Geräte benötigt werden: Bild aus 1250 Zeilen, grosse Flimmerfreiheit, Breitwandformat. Auflösung 1,2 Mio. Punkte gegenüber 200000 bei PAL.
Fernsteuerung
Mit Infrarotimpulsen, ausgesandt von einem kleinen Handsender, können damit die wichtigsten Funktionen von Kameras, Rekordern oder Fernsehgeräten ferngesteuert werden.
Feuchtigkeit
Ist bei Camcordern und Kassetten zu meiden. Viele Rekorder haben in Nähe des Videokopfes einen Feuchtigkeitssensor. Bei zu hoher Feuchtigkeit wird eine Warnanzeige im Sucher eingeblendet, manche Modelle haben eine Abschaltautomatik.
Filter
Dünne Scheiben aus Glas, Kunststoff oder Gelatine, die vor dem Objektiv angebracht werden, um die Farbabstimmung anzupassen oder besondere Effekte zu erreichen. Zum Beispiel Nebel-, Weichzeichner-, Prismenfilter. Filter werden entweder direkt in das Einschraubgewinde am Objektiv geschraubt (Einschraubfilter), oder in einen speziellen Filterhalter eingesetzt (Filtersystem). Vorteil der zweiten Lösung ist, dass alle Filter an mehreren Kameras, auch mit unterschiedlichem Objektivgewinde, eingesetzt werden können, etwa an der Foto- und an der Videokamera. Auch vor Leuchten können Farbkonversionsfilter gesetzt werden, um das Kunstlicht auf Tageslicht anzupassen. Effektfolien setzen weiter bestimmte farbliche Akzente.
Formate bei Videokameras
Es gibt verschiedene Videoformate, die durch die Breite des Videobandes in Zoll bestimmt sind:
1 Zoll professionelle Geräte.
3/4 Zoll semiprofessionelle Geräte.
1/2 Zoll Amateurgeräte, z. B. mit dem VHS- System.
1/2 Zoll findet sich auch bei professionellen Geräten für Aussenreportagen.
1/4 Zoll Super-8-Video.
Weiter unterscheiden sich die Kassetten und die Aufzeichnungsverfahren. Nicht jedes 1/2 Zoll-Band kann also in jedem Rekorder abgespielt werden. Wichtig ist die die Systembezeichnung, z.B. VHS.
Galgen
Langer Ausleger, an dem das Mikrofon befestigt wird, um es optimal nahe der Schallquelle platzieren zu können.
Gegenlichtblende
Schützt das Kameraobjektiv vor seitlich einfallendem Streulicht, das andernfalls die Brillanz der Aufnahme beeinträchtigen kann. Die effektivste Form der Gegenlichtblende ist das Kompendium in Form eines verstellbaren Balgens.
Gegenschuss
Zeigt das Motiv aus der entgegengesetzten Richtung, um die vorherige Einstellung zu ergänzen.
Genlock
Selbsttätige Synchronisation einer Videoquelle zu einer zweiten, so dass man die Bilder beider Quellen mischen kann. Zum Beispiel angewendet, um computergenerierte Untertitel in Live-Video einzublenden.
Halbbild
Teil des Videosignals. Video wird immer Zeile für Zeile angezeigt, und zwar zunächst von oben nach unten alle geraden Zeilen, und dann in einem zweiten Durchlauf alle ungeraden Zeilen. Die Summe der geraden und ungeraden Zeilen bilden ein Gesamtbild (Vollbild, Frame), die Summe nur der jeweils geraden bzw. ungeraden Zeilen wird als "Halbild" (Field) bezeichnet. Im PAL-System werden pro Sekunde 50 Halbbilder, also 25 Vollbilder, aufgebaut.
Harter Schnitt
engl. "Assemble". Szenen, die sich direkt abwechseln, ohne durch Übergangseffekte verbunden zu sein. Dies ist der Normalfall im Film- und Fernsehbereich.
HDTV
High Definition Television. Fernsehsystem hoher Auflösung. Bildseitenverhältnis 16:9.
HF-Modulator
Wandelt das FBAS-Signal in ein hochfrequentes Antennensignal.
HF-Verbindung
Zusammenschaltung der verschiedenen Videogeräte (Kamera, Rekorder, Monitor) über die Antennen Ein- und Ausgänge. Eine bessere Qualität bei Überspielungen lässt sich über die AV-Anschlüsse erreichen.
HochgeschwindigkeitsverschIuss
1/500 Sek. oder 1/1000 Sek. sind für Zeitlupe und Standbild interessant, da damit die Bildkonturen schärfer werden. Allerdings bedingen sie helles Licht bei der Aufnahme, sollen die Bildergebnisse nicht schlechter werden. Sind solche Bildauswertungen jedoch nicht geplant, kann auf die schnellere Verschlusszeit verzichtet werden.
Hochlauf
Bezeichnet die Zeitspanne, die ein Videorekorder benötigt, das Band um die Kopftrommel zu legen. Moderne Geräte haben eine Schnellstartautomatik, mit der sich der Hochlauf auf ca. eine Sekunde reduziert.
Hosidenanschluss
4-poliger Steckverbinder (Mini-DIN) zur Übertragung des S-Video Signal (auch Komponentensignal.
Imposer
Digitaler Speicher, der ein Bild als Scherenschnitt festhält. Diese Maske lässt sich in laufende Aufnahmen einstanzen.
Inlay
Ähnlich wie beim Overlay Einstanzen eines Videobilds in ein Bildschirmfenster des Computers auf digitaler Basis. Die AV Master bietet unter Windows 9x ein Inlay zur Kontrolle des Videos am PC-Bildschirm.
I/O
Steht für Eingang (Input) und Ausgang (Output).
Insert-Schnitt
Einfügen von Bildern bei Erhaltung der Tonspur. Start und Ende des lnserts können vorher genau festgelegt werden, an den Schnittstellen treten keine Bildstörungen auf. Die ursprüngliche Bildinformation wird allerdings durch das lnsert gelöscht, bei manchen Rekordern auch die Tonspur.
Intervalltimer
Schaltuhr, mit der kurze Aufnahmen in bestimmten Zeitabständen gemacht werden. Bei der Wiedergabe ergibt sich ein Zeitraffer-Effekt.
Jitter
lnstabile Bildwiedergabe auf Grund von Gleichlaufschwankungen. Bei Audio als jaulender Ton und bei Video als zittrige Bildkanten störend zu merken. Die AV-Master kompensiert Jitter durch einen TBC beim Einlesen des Videos und verbessert so die Bildstabilität.
JPEG, JPEG-Artefakte
Kompressionsmethode zur Reduktion der benötigten Speichermengen digitaler Videobilder. Die Datenmengen des Originalmaterials werden bis zum Faktor 100 geringer. JPEG ist verlustbehaftet, da ähnliche Bildpunkte zu Blöcken zusammengefasst werden. Dabei werden sogenannte Artefakte erzeugt. Je höher die Kompression gewählt wird, umso sichtbarer sind diese Artefakte. Ab ca. 4 MB/Sekunde sind die Artefakte für das menschliche Auge nicht mehr sichtbar, man kann solches Material dann als broadcastfähig bezeichnen. JPEG steht für "Joint Photographic Experts Group", der Gruppe von Wissenschaftlern, die die Methode entwickelt haben. Die JPEG- Methode wird von der AV-Master benutzt.
Jog-Shuttle
Radförmiges Steuerungselement bei Rekordern. Jogscheibe für Einzelbildsteuerung, Shuttlerad für variablen, schnellen Bildsuchlauf.
Kasch
Format des Filmbildes bzw. der Bildfläche des Monitors. Der Fernsehkasch entspricht dem normalen Filmkasch mit einem Seitenverhältnis von 3:4. Breitwandfilme haben ein anderes Kasch.
Klappe
Tafel mit Hinweistexten zu Produktion, Regie, Zahl der Versuche usw. Dient im Video dazu, die Einstellung zu identifizieren. Beim Film wird ein Klappholz gegen die Tafel geklappt, anhand dessen Geräusch später Bewegung und Ton synchron zusammengesetzt werden. Bei Video ist das unnötig, da der Ton ja immer synchron mit aufgezeichnet wird.
Klinkenanschluss
Steckverbindung zur Übertragung von Bild- oder Tonsignalen. Meistgebräuchlich sind 2,5 mm, 3,5 mm und 6,3 mm Klinken.
Kompatibilität
Bezeichnet die Verträglichkeit technischer Geräte und Normen. So sind die Fernsehnormen PAL und NTSC nicht kompatibel, d.h. weder Geräte noch Signale können von einem System auf das andere ohne weiteres übernommen werden. Kompatibel ist z. B. das VHS-System der PALNorm: Jede VHS-Kassette kann auf jedem VHS-Rekorder bespielt und wiedergegeben werden. "Aufwärtskompatibel" zu VHS ist S-VHS: Auf S-VHS-Geräten können auch VHS-Kassetten benutzt und abgespielt werden, allerdings nur in VHS-Qualität. Umgekehrt jedoch können S-VHS-Aufnahmen nicht mit einem VHS-System wiedergegeben werden.
Komponentensignal
HeIligkeitssignal (Luminanz Y) und zwei Farbdifferenzsignale (U,V) sind getrennt, was gegenseitige Beeinflussung und Störung vermeidet.
Kontinuität
Beim Drehen ist darauf zu achten, dass sich Beleuchtung, Requisiten und Kleidung der Darsteller in zusammengehörigen Einstellungen nicht ändern. Das ist wichtig, wenn Einstellungen nicht nacheinander gedreht werden können, sonst trägt der Darsteller zunächst eine Jacke, taucht aber in der nächsten Einstellung im Hemd auf.
Kopie
Beim Kopieren eines Videobandes tritt immer ein Qualitätsverlust auf. Während die Originalaufnahmen auch bei unterschiedlichen Camkordermodellen praktisch keine Unterschiede mehr zeigen, erweist sich die Qualität der Rekorder beim Kopieren. Die Kopie wird in Generationen angegeben, so ist die Kopie vom Original die 1. Generation, eine Kopie davon ist die 2. Generation usw.. Hochklassige Geräte bringen auch in der 3. Generation noch akzeptable Ergebnisse, während Kopien auf schlechteren Geräten nicht mehr zu verwenden sind (Unschärfe, Farbrauschen usw.).
Lichtstärke
Ist definiert als Brennweite, geteilt durch die effektive, grösstmögliche Öffnung des Objektivs. Bei Zoomobjektiven mit fester Lichtstärke (z. B. 1:1,2/ 9-54 mm) muss sich die Öffnung deshalb bei der Brennweitenveränderung anpassen. Ein Objektiv mit Lichtstärke 1,2 lässt fast doppelt soviel Licht durch wie eins mit Lichtstärke 1,6 , das bedeutet unter schlechten Lichtverhältnissen im einen Fall noch gute Bilder, im anderen Fall grauflaue Ergebnisse.
Lichtverstärker
Elektronische Verstärkerschaltung zur Anhebung der Bildsignale bei sehr geringen Lichtverhältnissen. Bei sehr hellem Licht kann der Lichtverstärker übersteuern und ein schlechtes Bildergebnis zeigen - z. B. grauen statt blauen Himmel. Ein Neutralgraufilter schafft Abhilfe.
Löschsicherung
Findet sich an Videokassetten, damit bespielte Kassetten nicht versehentlich überspielt werden. Manche Kassettentypen haben eine Schiebesicherung, bei anderen wird die Löschsperre ausgebrochen. Soll dann doch wieder überspielt werden, kann die Sperre mit einem Stück Klebeband überklebt werden.
Luma, Luminanz
Schwarzweiss-Signal, also die Helligkeitsinformation (Symbol: Y).
Lux
Mass für die Beleuchtungsstärke auf einer Fläche. In Lux wird die untere und obere Grenzhelligkeit angegeben, bei der eine Videokamera gerade noch Bilder liefert. Als Anhalt einige Beleuchtungssituationen: Dämmerung 5 Ix Sonnenaufgang 500 Ix Tageslicht 10000 Ix (wolkig) bis 100000 Ix.
Master
Ist der Rekorder, auf dem das Masterband geschnitten wird. Der zuspielende Rekorder heisst »Slave«.
Masterband
Das Band, auf das die endgültige Bildfolge im elektronischen Schnitt überspielt wird. Vom Masterband werden dann die Kopien gezogen.
MAZ
Abkürzung für Magnetaufzeichnung.
Megahertz (MHz)
Masseinheit für die Bildauflösung von Video. Umrechnungsfaktor: MHz x 83 = Linien.
Mikrofon
Neben dem eingebauten sind externe Mikrofone interessant, weil sie sich besser bei der Tonquelle plazieren lassen und zudem die Charakteristik, mit der der Ton aufgenommen wird, gewählt werden kann. Es gibt u. a.: Richtmikrofone, Ansteckmikrofone.
Mischpult
Hat mehrere Ein- und Ausgänge, so dass die Bild- und Tonsignale aus unterschiedlichen Quellen zusammengemischt werden können. Dabei lässt sich die Intensität der Tonsignale, bei teuren Geräten auch der Bildsignale abstimmen (Ein-, Ausblenden). Man unterscheidet Ton- und Bildmischpulte sowie kombinierte Geräte.
Moiré
Flimmerndes Störmuster auf dem Bildschirm, tritt insbesondere bei fein gestreifter Kleidung auf. Entsteht durch Interferenz mindestens zweier feiner periodischer.
MPEG
Kompressionsmethode für bewegte Videobilder. Komprimiert Einzelbilder sowie Folgen von Einzelbildern durch Vergleich der Unterschiede zwischen ihnen, dadurch stärkere Kompression als bei MJPEG (siehe dort). Das moderne MPEG-2 wird sowohl bei Digital-TV als auch DVD und mittlerweile auch bei nonlinearen Schnittlösungen benutzt. Mediastudio 6 kann MPEG-2 erzeugen.
MJPEG
Kompressionsmethode für bewegte Videobilder. Diese Methode verwendet die JPEG-Einzelbildkompression (siehe JPEG), führt diese aber meist hardwaregestützt in Echtzeit durch und kann so beliebig lange Videosequenzen komprimieren und dekomprimieren.
Nachvertonung
Bei der Nachvertonung wird dem Bildsignal eine zusätzliche oder eine gänzlich neue Toninformation unterlegt.
Neger
a) Abschattblende oder -wand, um unerwünschtes Licht fernzuhalten. b) Texttafel für unsichere Darsteller und Moderatoren, denen der zu sprechende Text auf einem Neger unsichtbar für die Kamera vorgehalten wird.
Nonlinearer Schnitt
Computergestützter Schnitt mit wahlfreiem Zugriff auf Szenen/Einzelbilder.
NTSC
Der Videostandard in Nordamerika, Japan und in Teilen von Südamerika mit 525 Zeilen bei 60 Halbbildern pro Sekunde. Nicht mit PAL kompatibel.
Original
Das Videoband, auf dem die Szenen aufgenommen worden sind. Hier liegen gute und schlechte Einstellungen ungeordnet vor. Sie werden durch elektronischen Schnitt auf das Masterband in die gewünschte Reihenfolge gebracht.
Originalton
Kurz O-Ton. Ist der Ton, der synchron gleichzeitig mit dem Bild aufgenommen worden ist.
Overlay
Einstanzen eines Videobilds in ein Bildschirmfenster des Computers auf analoger Basis durch Einschleifen ins Videosignal der Grafikkarte (ähnlich einem Genlock. Früher typisch für Videodigitalisierungs- und MPEG Wiedergabe Karten. Heute meist digital als Inlay realisiert.
PAL
Der Videostandard in Europa, Australien und in einigen anderen Regionen der Erde. PAL steht für "Phase Alternation Line", eine technische Umschreibung des Verfahrens. Nicht mit NTSC (siehe dort) kompatibel. Der PAL Standart definiert 50 Hz Bildwechselfrequenz, 625 Zeilen, davon 576 sichtbar, Farbdarstellung mit YUV.
PCM-Ton
"Pulse Code Modulation". Digitalton in HiFi-Qualität.
Perspektive
Je nach Position der Kamera unterscheidet man folgende Hauptstandpunkte: Frosch-, Normal- und Vogelperspektive. Als Normalperspektive wird ein Kamerastandpunkt in Augenhöhe bezeichnet, während die anderen darunter bzw. darüber liegen.
Player
Zuspielrekorder beim Überspielen von Videoaufnahmen.
Pre-Roll
Begriff aus dem linearen Videoschnitt, für die Zeit, die ein Videogerät benötigt, um aufnahme- oder abspielbereit zu sein. Im nichtlinearen Schnitt steht Pre-Roll auch für Reservebereiche am Anfang einer aufgenommenen Szene.
Post-Roll
Begriff aus dem linearen Videoschnitt, für die Zeit, die ein Videogerät benötigt, um vom Aufnahme/Abspielmodus in Pause oder Stop schalten zu können. Im nichtlinearen Schnitt steht Pre-Roll auch für Reservebereiche am Ende einer aufgenommenen Szene.
RAID
Redundant Array of Inexpensive Discs Erlaubt, mittels Zusammenschaltung mehrerer Festplatten die Ausfallsicherheit und/oder die Geschwindigkeit zu erhöhen. Beim Videoschnitt wird meist die Erhöhung der Transferrate durch gleichzeitiges Schreiben/Lesen von 2 Platten gewünscht. Früher nur bei SCSI, mittlerweile auch bei EIDE möglich und hier auch billiger.
Rauschen
Störung des Bild- oder Tonsignals, z. B. Brummen bei Tonaufnahmen, Flimmern der Farben oder Schnee bei Bildsignalen.
RCTC
Rewritable Consumer Timecode. Timecode für Video 8, der im Gegensatz zu VITC auch nachträglich eingefügt werden kann.
Rekalibrierung
Wenn Festplatten sich aufheizen, dann werden die Scheiben sich aufweiten, wie die Gesetze der Physik es erfordern. Da die Daten sich somit verschieben, erfolgt von Zeit zur Zeit eine automatische Justage der Kopfpositionen. Dies wird von den Festplatten selbst gesteuert. Eine Rekalibrierung verlangsamt den Datenstrom bzw. unterbricht diesen für die Dauer des Vorganges. FastCap/Powerplay kompensiert dies durch die Benutzung von Zwischenspeicher.
Rendern
Englische Bezeichnung für das Berechnen eines Bildes. Beim digitalen Schnitt am PC werden alle Filter, Bewegungen und Übergangseffekte nicht wie bisher von speziellen Schaltungen sofort erzeugt, sondern von der CPU berechnet. Dies ist vergleichsweise billig und sehr flexibel.
RGB
Farbdefinition über die Werte von Rot, Grün und Blau. Wird für Computervideo verwendet. Bei 24-Bit-Grafiken kann jede Farbkomponente 256 Abstufungen erhalten.
Rolltitel
Von unten nach oben durchlaufender Titel.
Rotoscoping
Die einzelbildweise Nachbearbeitung/Retusche von Film-/Videomaterial, um zum Beispiel Hilfsdrähte nachträglich zu entfernen, an denen etwas durch die Szene "flog".
Rückkopplung
a) Ton: Pfeifgeräusch, wenn sich die Videokamera bei der Aufnahme in der Nähe eines eingeschalteten Monitorlautsprechers befindet. b) Bild: Rückkopplungseffekte lassen sich erreichen, wenn die Kamera eingeschaltet und auf den Kontrollmonitor gerichtet wird. Das Bild wird bis ins Unendliche wiederholt.
Sample
Ein digitaler Wert der Abtastung eines anlogen Signales.
SCART-Anschluss (Euro-AV)
21-poliger Steckverbinder für Audio- und Videosignale. Je nach Beschaltung können Y/C-, FBAS, RGB- oder Computersignale übertragen werden.
Schärfentiefe
Ist der Bereich vor und hinter der Einstellebene, der noch ausreichend scharf wiedergegeben wird. Die Schärfentiefe ist abhängig von der Aufnahmeentfernung, der Brennweite und der eingestellten Blende. Mit Hilfe der Schärfentiefe wird die Bildgestaltung beeinflusst, so kann durch geringe Schärfentiefe das Hauptmotiv betont werden.
Schnitt
Das Aneinandereihen von einzelnen Einstellungen, um daraus eine sinnvolle Handlung herzustellen.
Schwenk
Kamerabewegung in der Vertikalen bzw. Horizontalen ohne die Position zu ändern. Schwenks dienen u. a. dazu, bewegten Motiven zu folgen bzw. grosse Motive abzufahren.
SCSI
Steht für "Small Computer Systems Interface". Es handelt sich um einen Standard zur Kommunikation zwischen Computerkomponenten wie Festplatten oder Scannern.
Secam
Französische Fernsehnorm, die auch im Nahen Osten und in Osteuropa gebräuchlich ist. Hat wie PAL 625 Zeilen und 50 Halb- bilder, überträgt aber anders als PAL die Farbinformationen nacheinander.
Standbild
Bei einigen Videorekordern kann das Bild eingefroren werden. Das ermöglicht genauere Bildanalysen, aber auch Effekte während des Überspielens. Die Bildqualität ist eventuell durch Störstreifen beeinträchtigt. Besonders gute Standbilder liefern solche Rekorder, die das Bildsignal digital zwischenspeichern.
Stereo
Die Tonaufnahme erfolgt mit zwei Mikrofonen auf zwei Tonspuren. Bei der Wiedergabe ist dann räumliches Hören möglich die Dampflok fährt von links nach rechts.
Storyboard
Skizzenartige Festlegung der einzelnen Einstellungen in Bildform. Anwendung u. a. bei Werbeclips.
Stützbatterie
Findet sich in den Camcordern meist als kleine Knopfzelle. Mit ihr bleiben wichtige Daten wie Datum, Uhrzeit und Bandzählwerk auch bei einem Akkuwechsel erhalten.
Subjektive Kamera
Die Kamera wird dabei so geführt, dass der Zuschauer dasselbe Bild sieht, wie es auch ein Darsteller sieht. Der Zuschauer erlebt das Geschehen also aus dem Blickwinkel des "Helden", er nimmt quasi dessen Platz ein.
S-VHS
S-VHS steht für Super Video Home System und ist eine Weiterentwicklung des VHS Systems. VHS Aufnahmen können also auch auf einem S-VHS Rekorder abgespielt werden ("Abwärtskompatibilität"). Umgekehrt ist dies nicht möglich. Ein VHS Rekorder ist nicht in der Lage, S-VHS Bänder wiederzugeben. Allerdings gibt es mittlerweile VHS Videorekorder, die eine S-VHS Kassette in VHS Qualität abspielen können. Möchte man mit einem S-VHS Rekorder ein Band bespielen, das dann später auch in einem VHS Rekorder wiedergegeben werden kann, so ist bei der Aufnahme darauf zu achten, dass S-VHS auf OFF geschaltet ist. Die Auflösung von S-VHS beträgt ungefähr 440 Linien. Der Chromaumfang ist ungefähr doppelt so hoch wie bei dem VHS System, d.h. satte Farben bluten nicht so leicht aus. Siehe auch Y/C.
Synchronität
Ist der Gleichlauf von Ton und Bild, die Lippenbewegung z. B. korrespondiert mit dem Text.
Szene
Eine sequenzielle Folge von Bildern, die zusammenhängend bearbeitet und abgespielt werden können. Eine Szene enthält mindestens ein Bild, kann aber auch über viele Stunden reichen.
TBC
Time Base Corrector Durch Gleichlauffehler des Videobands verschieben sich die einzelnen Zeilen des Videobilds leicht gegeneinander und senkrechte Bildkanten scheinen so zu "schwimmen". Der TBC kompensiert dies. Die AV Master führt ebenfalls eine solche Korrektur durch.
Timecode
Digitale Information auf dem Band, die jedes Einzelbild mit Informationen über Stunde, Minute, Sekunde und Bildnummer versieht.
Timeline
In praktisch allen Programmen für den nonlinearen Videoschnitt wird Video als Bilderstreifen/Tonkurve entlang einer Zeitskala dargestellt und bearbeitet. Alle gleichzeitig stattfindenden Ton-/Bild-/Effektereignisse sind so untereinander in verschiedenen Spuren zu sehen. Die Arbeit ähnelt also in gewisser Weise der des Zelluloid-Cutters am Schneidetisch.
Titelgenerator
Findet sich in einigen Kameras. Erlaubt 2 x in laufende Aufzeichnung Texte, Daten einzublenden.
Tracking
Spurlageregelung, die dafür sorgt, dass die Videoköpfe den schmalen Videospuren optimal folgen.
Treppcheneffekt
Tritt an scharfen, leicht schrägen Kanten im Videobild auf, wenn keine Kantenglättung (Antialiasing) verwendet wurde. Resultiert aus der relativ geringen Auflösung von Videosignalen bzw. aus der bildpunktweisen Darstellung von Computern.
Überstrahlende Farben
Video verfügt nicht über die volle Farbbandbreite von Computergrafik. Durch Computerberechnung können also Farben erzeugt werden, die bei Aufnahme auf Videoband zum Ausbluten neigen. Je hochwertiger das Videosystem ist, desto weniger werden solche Ausblutungen auftreten. Mediastudio und Premiere können solche Farben sicherheitshalber ausfiltern.
Überblendung
Überlagerung zweier Bildsignale, von denen das eine zusehends schwächer, das andere immer stärker wird. Ermöglicht sehr weiche Szenenübergänge. Voraussetzung sind zwei Bildquellen und ein Bildmischpult und gute Geräte, da hier bereits von der 1. zur 2. Generation kopiert wird.
Überspielen
Übertragen der Bild- oder Toninformationen von einem Band auf ein anderes. Direkt mit Überspielkabel oder indirekt über ein Mischpult, wo zusätzliche Signale zugefügt oder die eingehenden Signale zunächst verbessert werden, bevor überspielt wird.
Vektorskop
Messgerät im professionellen Bereich zur exakten Einstellung/Kontrolle der Farbsignale. In Mediastudio als Softwaremodul enthalten.
Verlustbehaftete Kompression
Kompressionsmethode, die enorme Kompressionsraten erreichen kann, aber nach der Dekompression nicht mehr exakt die Originaldaten zurückliefert. Das Ausmass der Veränderung hängt von der gewählten Kompression ab, je höher die Kompression, desto stärker die Veränderungen. Siehe JPEG, JPEG-Artefakte.
Verlustfreie Kompression
Kompressionsmethode, die keinerlei Informationen verändert. Nach der Dekompression sind die Daten völlig wiederhergestellt. Verlustfreie Kompression ist sehr viel uneffektiver als verlustbehaftete Kompression, d.h. es werden nur sehr geringe Kompressionsraten erreicht (Faktor 2 bis 3). Beispiele: BMP, GIF, TIFF.
Video 8
Videosystem mit sehr schmalem Band (1/4 Zoll), das extrem kompakte Kassetten und Camkorder ermöglicht. Dabei längere Lauflänge als VHS-C. Wurde nahezu ausschliesslich in Camkordern zur Aufnahme, kaum in Heimrekordern eingesetzt.
VITC
Vertical lnterval Timecode. Timecode, der während der Aufnahme mit auf das Band geschrieben wird.
VGA
Steht für "Video Graphics Array". Standard für PC-Grafikdarstellung.
VHS
Abkürzung für Video Home System. VHS ist das weltweit am meisten verbreitete System, gegen das sich andere (z. B. Video 2000) trotz technischer Vorteile nicht durchsetzen konnten.
VHS-C
Verwendet die gleiche Technik wie VHS, aber das Band ist in einer kleineren Kassette untergebracht. VHS-C wurde speziell für den mobilen Videoeinsatz geschaffen. Die Bänder haben eine Spieldauer von bis zu 90 Minuten. Mit Hilfe einer speziellen Adapterkassette kann jede VHS-C Kassette im grossen VHS-Heimrekorder wiedergegeben werden.
Vollbilder, Frames
Ein Video-Vollbild, bestehend aus zwei Halbbildern.
Vorspann
Einleitungssequenz mit Texten, Musik und eventuell unterlegten Bildern, die Titel und Darsteller usw. nennen kann, vor allem aber animieren soll, sich das Video anzuschauen.
VPS
Video Programing System Für VPS eingerichtete Rekorder können ein vom Sender ausgestrahltes Signal empfangen, das ihnen den Beginn einer zur Aufzeichnung einprogrammierten Sendung genau signalisiert. Auch bei Zeitüberziehung einer vorangegangen Sendung wird der Rekorder mit VPS, quasi vom Sender ferngesteuert, exakt mit dem Beginn der aufzuzeichnenden Sendung gestartet.
Waveform-Monitor
Messgerät im professionellen Bereich zur Kontrolle/Einstellung des Videosignals, im Prinzip ein spezielles Oszilloskop. In Mediastudio als Softwaremodul enthalten.
Weissabgleich
Einjustieren der Kameraelektronik auf die herrschende Farbtemperatur, um natürliche Farbwiedergabe zu erreichen. Der Weissabgleich kann automatisch mit dem Anschalten der Kamera erfolgen oder aber er muss vom Kameramann jedesmal selbst vorgenommen werden.
Y/C-Signal
Bei diesem Videosignal werden die Helligkeitsinformation (Luminanz Y) und die Farbinformation (Chrominanz 0) getrennt, was störende Einflüsse zwischen den Signalen ausschaltet. Hi8 und S-VHS erreichen die bessere Bildqualität u.a. durch diese Trennung.
YIQ, YUV, Y R-Y B-Y
Statt RGB Farbdaten (Rot, Grün, Blau) verwendet man in der Videotechnik Schwarzweiss (Luminanz) und Farbsignal (Chroma). Das Auge ist für Chrominaz Daten weniger empfindlich, sie lassen sich durch diese Aufspaltung gezielt schlechter (und damit sparsamer) übertragen - ein wesentlicher Trick in Fernsehnormen wie PAL und NTSC. Typische Chrominanzsignale sind einerseits U (Rot-Cyan Balance) und V (Gelb-Blau Balance) sowie andererseits I (Cyan-Orange-Balance) und Q (Magenty-Grün Balance). Druch Hinzunahme des Luminanzsignals Y enstehen die YIQ und YUV Farbsysteme. Zur Digitalisierung dient normalerweise (CCIR-601) Y R-Y B-Y, was bis auf Skalierung identisch mit YUV ist. Die Chrominanzsignale bestehen hier aus der Differenz von Y und Rot beziehungsweise Blau.
YUV 4:2:2
Ein digitales Videosignal welches eine 4:2:2 Abtastung hat. D. h. das Helligkeitssignal (Y) wird doppelt so oft abgetastet wie die Farbkomponenten (U,V). YUV 4:2:2 entspricht dem heutigen Broadcast-Standard. Ein vom Rechner generiertes Bild entspricht einer 4:4:4 Abtastung.
YUV Komponenten
Ein analoges Videosignal, welches drei unabhängige Signalbestandteile physikalisch getrennt behandelt, ein Signal für die Helligkeit und zwei für die Farbteile. Dieses Übertragungssystem erlaubt sehr hohe Bandbreiten und broadcasttaugliche Signalqualität.
Zeitlupe
Verlangsamte Bildwiedergabe, schnelle Vorgänge sind genauer zu erkennen. Einige Videorekorder haben eine Zeitlupenschaltung.
Zeitraffer
Beschleunigte Bildwiedergabe. Echte Zeitrafferaufnahmen entstehen durch verlangsamte Aufnahmegeschwindigkeit (1 Bild pro Sekunde, pro Minute usw.). Damit ist es möglich, extrem langsame Vorgänge, etwa eine sich öffnende Blüte, für das Auge sichtbar zu machen.
Zoom
Wird fälschlicherweise, aber sehr anschaulich auch als "Gummilinse" bezeichnet. Objektiv mit stufenlos veränderlicher Brennweite über einen bestimmten Bereich z. B. 9-54 mm. Damit kann die Einstellung (Totale usw.) genau festgelegt werden. Wird während der Aufnahme gezoomt, ergibt sich eine unechte Kamerafahrt, d. h die Kamera entfernt bzw. nähert sich scheinbar dem Motiv. Das Zoom soll sehr sparsam und überlegt eingesetzt werden.
Zwischenschnitt
Wird zwischen zwei Einstellungen gesetzt, um Bewegungssprünge zu vermeiden: Auto kommt von links Zwischenschnitt Auto frontal - Auto kommt von rechts. Zwischenschnitte werden auch genutzt, um dem Zuschauer abrupte Handlungswechsel verständlicher zu machen.